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Pressemeldungen

Neuroleptika minimal – warum und wie
Ein trialogischer Workshop mit Dr. med. Volkmar Aderholt

Am 30.10.2015 fanden sich etwa 80 Teilnehmer bei der vom PTV Solingen organisierten Veranstaltung im Gründer- und Technologiezentrum in Solingen ein. Initiiert wurde der Workshop von einer Projektgruppe im PTV, die sich die kritische Auseinandersetzung mit der Vergabe von Neuroleptika zum Thema gemacht hat.

Die Einführung der sog. Neuroleptika – Medikamente, die eine sedierende und antipsychotische, d.h. den Realitätsverlust bekämpfende Wirkung besitzen – hat seit den 50er Jahren zu wesentlichen Veränderungen der Behandlung und Versorgung von schweren psychischen Erkrankungen, insbesondere der Psychosen, geführt.
Nach vielen Jahren großer Hoffnungen hat sich mittlerweile gezeigt, dass nur ein Teil der Psychosekranken von den Medikamenten profitiert und die Wirkungen z.T. durch gravierende Nebenwirkungen erkauft werden. Diese Erkenntnisse haben Niederschlag in der sogenannten „Neuroleptikadebatte“ gefunden, in der die Neuroleptika in den letzten Jahren zunehmend kritisch diskutiert wurden.

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Die Referenten (v. l.)
Cornelius Kunst, Barbara Diekmann, Dr. Volkmar Aderholt

Volkmar Aderhold hat durch seine sehr umfassende und sorgfältige Sichtung der zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse einen wesentlichen Beitrag zu dieser Debatte geleistet. Er plädiert für einen selektiven und vorsichtigen Einsatz dieser Präparate. In dem Workshop hat Herr Aderhold das Konzept einer modernen Neuroleptikatherapie unter dem Titel „Neuroleptika minimal – warum und wie“ vor- und zur Diskussion gestellt. Unterstützt wurde er dabei von Barbara Diekmann, Ärztin des Klinischen Bereichs des Psychosozialen Trägervereins Solingen und Mitautorin eines viel gelesenen Ratgebers zur Psychopharmakotherapie, und Cornelius Kunst vom Verein der Psychiatrie-Erfahrenen Phönix e.V. und Sprecher des Bürgerbeirats des Psychosozialen Trägervereins Solingen.

Herr Dr. Aderholt hat uns freundlicherweise die Unterlagen zum Workshop zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:
Unterlagen als PDF herunterladen

Aderholt


Volkmar Aderhold, Jg. 1954, Dr. med., Arzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin, arbeitet seit 1982 in der Psychiatrie. 1996–2006 Oberarzt im Bereich Psychosen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Seit 2006 am Institut für Sozialpsychiatrie der Universität Greifswald tätig.

26.08. bis 30.08.2015
20th International Meeting on the Treatment of Psychosis

Die jährlich stattfinden Tagungen dieser Reihe befassen sich mit den Ansätzen zur Behandlung von Psychosen, die im deutschsprachigen Raum unter den Begriffen „Bedürfnis-angepasste Behandlung“ (Need Adapted Treatment) und „Offener Dialog“ (Open Dialog) bekannt geworden sind. Sie versammeln Regionen, in denen sich Behandlung auf diese Ansätze bezieht, vor allem aus den skandinavischen Ländern, aber auch aus Litauen, Deutschland, Österreich und den USA. Initiatoren der Tagungsreihe waren der vor einigen Jahren verstorbene Tom Andersen, Tromsø (Norwegen), und Jaakko Seikkula, Jyväskylä (vorher Tornio, Finnland).

In diesem Jahr war der Psychosoziale Trägerverein Solingen e.V. Gastgeber der Veranstaltung und freute sich, internationale Fachleute in Solingen begrüßen zu dürfen.

Zu dieser Tagungsreihe gehört traditionell ein Offener Tag in der jeweiligen Landessprache, mit dem die Gastgeber die Gelegenheit nutzen, die genannten Ansätze in ihrem Land noch bekannter zu machen. Wir haben diese Tradition gerne aufgegriffen. Die Veranstaltung hatte den Titel „Psychose – Grenzerfahrungen und Dialoge“  und bot nach einer Einführung und vier Hauptvorträgen reichlich Zeit für gemeinsame Gspräche.

Es wirkten unter anderem mit:
Jaakko Seikkula, vormals Leiter des Open Dialogue-Projekts in Tornio (West-Lappland), Professor für Psychotherapie an der Universität Jyväskylä, Finnland
Kenneth Gergen, Begründer des Sozialen Konstruktionismus, emeritierter Professor für Psychologie, Leiter des Taos Institute, USA
Thomas Bock, gemeinsam mit Dorothea Buck Begründer der Psychose-Seminare und des Trialogs, Prof. Dr. phil., Universitätsklinikum Eppendorf, Hamburg
Margret Osterfeld, Psychiaterin und Psychoseerfahrene, Mitglied des UN-Unterausschusses zur Verhütung von Folter und Misshandlung, Dortmund
– als Referenten, außerdem:
Janine Berg-Peer (Angehörige und Buchautorin, Berlin), Klaus Deissler (systemischer Lehrtherapeut, Marburg), Thomas Keller (systemischer Lehrtherapeut, Köln), Sybille Prins (Psychoseerfahrene und Buchautorin, Bielefeld).
Die Veranstaltung wurde moderiert von Ralph Erdenberger (WDR-Radiomoderator, Köln).

Gesundheitspreis für das „Netzwerk für psychische Gesundheit“

Am 15.01.2015 wurden von Gesundheitsministerin Barbara Steffens im Landtag Nordrhein-Westfalen drei Gesundheitspreise des Landes NRW verliehen.
Im Focus war dieses Mal die Versorgung von Menschen mit Behinderung.
Einer der Preisträger ist die GpG NRW, die Gesellschaft für psychische Gesundheit NRW. Die GpG NRW ist eine Gesellschaft aus 22 Gesellschaftern mit 19 Paritätischen Mitgliedorganisationen, darunter auch der PTV Solingen, welcher mit Nils Greve zugleich einen der Geschäftsführer stellt. Die GpG bietet mit ihren landesweit vertretenen Kooperationspartnern integrierte Versorgung für psychisch Kranke an.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage des Trägers:
http://www.gpg-nrw.de/

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Langjährige ehrenamtliche Mitarbeiter verabschiedet

Bruno Birtsch und Thomas Grapentin wurden nach 25 bzw. 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit im PTV vom Vereinsvorsitzenden Nils Greve offiziell verabschiedet.
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Verleihung des Inklusionspreises 2013 der AGPR

Am 19.09.2013 wurde in Wermelskirchen im Rahmen einer Feierstunde der Inklusionspreis 2013 der Arbeitsgemeinschaft Psychiatrie im Rheinland (AGPR) verliehen. Dabei waren auch Klienten und Mitarbeiter des Wohnprojekts Beckmannstraße des PTV, die sich für den Preis beworben hatten.
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Hilfen aus einer Hand für psychisch Kranke

Psychosozialer Trägerverein – Das Sozialpsychiatrische Zentrum ist 25 Jahre alt.
(Der Abdruck des Artikels erfolgte mit freundlicher Genehmigung des Solinger Tageblatts)
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Wohnen mit Unterstützung

Zusammenarbeit von Spar- und Bauverein und PTV im Wohnprojekt Beckmannstraße.
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung des SBV. Der Artikel entstammt dem Mitgliedermagazin „Wohnen im Licht“, Ausgabe 03/2012)
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Pflege der Solinger Mundart

Das Solinger Tageblatt berichtete in seiner Ausgabe vom 19.07.2014 über unsere Mundartgruppe, welche den Solinger Dialekt pflegt und Ausflüge zu Orten macht, die einen besonderen Bezug zur Geschichte Solingens haben.
(Der Abdruck erfolgte mit freundlicher Genehmigung des Solinger Tageblatts.)
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